Tag 19 – Geschenkter Tag, trotzdem gut vorangekommen

Die ersten 36km am Morgen waren trotz dem zeitweiligen Regen sehr schön. Kleine verkehrsarme Nebenstraßen, schöne abwechslungsreiche Landschaft, moderate Anstiege, Genießer-Tempo, wir lobten uns wegen der Streckenänderung auf eine küstennahe Linie. Da aber auf diese Linie mehrere Halbinseln und Fjorde zu queren sind, müssen Fähren immer wieder benutzt werden, und da liegt der Hase im Pfeffer. Nach den genannten 36km am Fährkai in Fure angekommen, war die Fähre grade weg, kein Aushang, trostloser Ort, windig und kalt, immerfort Regenschauer. Mehrere Telefonate, wir hatten eine Nummer, wo man seinen Fährwunsch angeben konnte, aber man verstand uns nicht oder wollte uns nicht verstehen. Endlich nach 1,5 Stunden kommt die Fähre nach Askvoll an. Dort angekommen, entschließen wir uns, auch wegen dem weiter schlechten Wetter am Abend um 19 Uhr die Express-Fähre nach Selje zu nehmen. Was tun bis dahin! Unterkunft in Selje finden, Fehlanzeige. Wird wohl unsere erste Zelt-Übernachtung auf der Tour werden. Zumindest haben wir eine Airbnb-Übernachtung am Donnerstag in Alesund schon mal gebucht und die Navigation bis dorthin klargemacht. Um 21:45 Uhr kamen wir im Regen in Selje an. Die nördliche Breite macht sich hier (aber auch schon in den Übernachtungsorten vorher) gut bemerkbar. Ist bis 23 Uhr noch taghell. Das kurze Stück zum Campingplatz wurde wieder geradelt. Und dann im Regen das Zelt aufgebaut, da kommt Freude auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.