Tag 41 – Geschafft, Nordkap erreicht

Um die Mittagszeit sind wir am Nordkap angekommen. Zudem haben wir auf der Etappe die 4.000 km seit Tourbeginn am 24.6 geschafft. Also doppelter Grund, sich zu freuen.
Leider hat das schöne Wetter von gestern nicht bis heute durchgehalten. Es hat zwar nicht geregnet, zumindest heute nicht auf der Fahrt zum nördlichsten Punkt des europäischen Festlands. Aber Nebel wie noch nie auf unserer Tour, zum Nordkap hin immer dichter. Von der arktischen Landschaft war recht wenig zu sehen. Am Nordkap angekommen, erwarteten uns schon unsere Abholer-Freunde Andreas und Frank und knipsten in den Nebel hinein, bis ihre Handys heißliefen. Am Eingang zum Nordkap-Gelände wurden wir durchgewunken, Lohn für Radfahrer-Mühsal beim Nordkap-Anstieg. Autofahrer müssen happige 560 NOK berappen. Auf einer Schotterpiste weiterfahrend tauchte im Nebel die Nordkap-Halle auf, wir wollten aber zuerst zum Globus-Denkmal, dem weltbekannten Symbol des Nordkaps, um auch dort noch Fotos zu machen. Den Globus haben wir ganz alleine für unsere Fotos, noch sind nicht viele Touristen da. Das Eismeer knapp 300 m unterhalb des steil aus dem Meer aufragenden Hochplateaus können wir wegen dem Nebel nicht sehen, nur erahnen. Als es auch noch zu nieseln anfängt, gehen wir in die Nordkaphalle. Dort gibt es verschiedene Ausstellungen über die Geschichte des Nordkaps, den schönsten Souvenirladen Norwegens, den auch wir nicht ohne Einkäufe verlassen, und das nördlichste Postamt Europas. Im Kinosaal bekommen wir in einem Panoramafilm das nebelfreie Nordkap präsentiert und können noch einmal die Mitternachtssonne genießen. Nachdem wir uns im Restaurant noch gestärkt haben, werden draußen unsere Räder auf dem Fahrradträger von Heck’s VW Touran befestigt, die Packtaschen im Wagen verstaut, bevor sich gegen 16 Uhr in die Obhut unserer Freunde und Kraftfahr-Profis Andreas und Frank begeben wird und die 3.300 km lange Heimreise über Finnland, Schweden, Dänemark in die Südeifel angetreten wird, wo wir hoffentlich wohlbehalten am frühen Sonntagmorgen eintreffen werden.
UPDATE: Gegen 7:30 Uhr nach ca. 60-stündiger Rückreise (inclusive Übernachtung in Upsalla) zuhause eingetroffen. Dort bereitete man uns einen super Empfang, der uns noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. DANKE an alle, die dies vorbereitet und mitgewirkt haben. UPDATE Ende.

Noch kurz zur finalen Schlussetappe: Von lockerer Ehrenrunde keine Spur. 710 Höhenmeter auf 26 km sind ein Pfund, an dem wir zu knabbern hatten, ein wahrlich schweißtreibender Abschluss einer unvergesslichen Tour.
So, dass war mein/unser letzter Tagesbeitrag. Große Dankadressen sind nicht mein Ding. Doch das muss raus:
Dank an Sascha, dass er sich auf die Abenteuer-Tour mit mir „alten“ Mann eingelassen und durchgezogen hat.
Danke unseren lieben Frauen zuhause für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.
Danke Andreas und Frank für die strapaziösen Fahrdienste zum Abholen und Heimfahren.
Weitere gute Genesung dem verhinderten Abholer Zacki und auf baldige gemeinsame Radtouren (Es wird nicht gerannt).
Dank an Tochter Ines, die als WordPress-Kennerin mir bei Problemen mit diesem Blog geholfen hat.
Danke den vielen Kommentar-Schreibern, ihr habt uns motiviert, nicht nachzulassen.
Danke allen bekannten und unbekannten Lesern dieses Blogs. Ich hoffe, das vielleicht das ein oder andere nützliche für eine geplante Nordkap-Tour dabei war. Macht sie!
Schlussendlich danke an die Mitradler der ersten Etappen nach Köln oder bis Hamburg. Ein gelungener Einstieg in die Tour.
Nachwort
In den nächsten Wochen beabsichtige ich noch einige Detailverbesserungen an Beiträgen vorzunehmen, weitere Fotos und Videos hochzuladen, gesonderte Beiträge zu Tour-Statistik, Streckenverlauf/Streckenkritik, Ausrüstungskritik nachzuliefern und ein Gesamt-Resümee zu ziehen.

16 Comments

  1. Otmar und Marlene Reichert

    Hallo Nordkap-Finisher,
    herzlichen Glückwunsch zu eurer Leistung. Mit größtem Respekt haben wir eure Fahrt an dieser Stelle begleitet und freuen uns nun mit euch. Liebe Grüße von den Fahrradfreunden Marlene und Otmar :-))

  2. Martin

    Ein kleiner Abstecher für einen Norweger, eine lange Fahrt für einen Eifeler.
    Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung.

    Wünsche Euch allen ein gute und sichere Heimkehr.

    Martin, Margret, Jacqueline und Justin

  3. Dieter

    Hey ihr beiden Helden. Meinen allerherzlichsten Glückwunsch zu dieser Leistung und schön dass ihr alles gut überstanden habt. Wünsch euch und den beiden Helfern noch ne tolle Zeit und gute Heimfahrt
    Wir seh’n uns in Au. Irgendwann
    Dieter & Martina

  4. Annemarie u. Manfred

    Hallo Roland, hallo Sascha,

    super, super nur so begeisterte Radsportler wie ihr schaffen in so kurzer Zeit 4000 km bis zum Nordkapp. Wir freuen uns mit euch. Einfach toll. Herzlichen Glückwunsch.
    Wir wünschen euch allen eine gute Heimreise.
    Annemarie und Manfred

  5. Joachim &Marliese

    Hey Sascha und Roland,
    wir gratulieren euch herzlich, mit großem Respekt, zu eurer großartigen Leistung. Wir denken, dass sich die Tout Terrain Räder bewährt haben!
    Herzliche Grüße vom Mittelrhein
    Marliese & Joachim

  6. Bernd Meiners

    Hallo Roland & Sascha,

    nochmals Glückwunsch und den größten Respekt vor allem an Dich Roland!! Schön dass wir Euch unterwegs kennengelernt haben. Meldet euch gerne mal wenn wieder Kilometer gefressen werden müssen 🙂 Grüße von den Veloträumern Bernd & Thomas

  7. peter

    Hallo Roland und Sascha,
    Glückwunsch auch von mir aus Siegen zu Eurer tollen Leistung!
    Für solch ein Unternehmen braucht man Idealismus, gute Vorplanung, Ausdauer,
    Optimismus und natürlich auch ein bißchen Glück, das ja bekanntlich der Tüchtige auch hat.
    Gut, daß die Deutsche Bahn nicht an Eurer Unternehmung beteiligt war, wer weiß,
    ob dann nicht was schiefgelaufen wäre…

  8. peter anliker

    danke für euren bericht und die schönen bilder! ich habe die tour von bern aus (und zurück) 1985 mit einem 6gang-rad gemacht – eine der grossen erfahrungen meines lebens! 30 jahre später stoppte mich leider eine radler-lähmung nach einer woche in hamburg. aber die erinnerung lebt weiter. eine radtour in den norden bleibt eines der schönsten erlebnisse im leben!

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